Arbeitgeber darf Attest am ersten Krankheitstag ohne Grund fordern Erfurt – Beschäftigte müssen auf Verlangen ihres Arbeitgebers schon am ersten Krankheitstag ein ärztliches Attest vorlegen. Das entschied das Bundesarbeitsgericht am Mittwoch in Erfurt. Die Arbeitgeber müssen es auch nicht begründen, wenn sie bereits so früh auf die Vorlage eines Attests bestehen.
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Jens Pascal bekommt sein Grab stein
Der letzte Wunsch des kleinen Jens Pascal († 9) geht doch in Erfüllung! Er bekommt einen Grabstein mit dem Logo von Borussia Dortmund. Seine Eltern und die katholische Kirchengemeinde in Dortmund einigten sich heute am späten Nachmittag auf einen Kompromiss. Laut derwesten.de wird auf dem Grab des Jungen im Dortmunder Stadtteil Bodelschwingh eine 68 Zentimeter hohe Stele stehen – mit dem Logo des BVB. Anders als von den Eltern gewünscht, wird sich aber kein Fußball auf dem schwarzen Grabstein befinden. Auch das umstrittene Motto “Echte Liebe” wird in den Stein eingraviert – aber nur in Kombination mit einem christlichen Symbol. Darauf hatte die Kirchengemeinde bis zuletzt bestanden. Die Eltern hatten die Wahl zwischen betenden Händen, einem Kreuz und einer Taube als Symbol für den Heiligen Geist. Sie entschieden sich für die Taube. Bislang steht nur eine schlichte Holztafel steht auf dem Grab – Folge eines monatelangen Streits zwischen den Eltern und der Kirche. Am 15. Mai 2012 erlag Jens Pascal seinem Gehirntumor – zehn Tage, nachdem sein Lieblingsverein Borussia Dortmund die deutsche Meisterschaft feierte. Für den todkranken Jungen war der BVB eine große Freude. „Mami, wenn ich gestorben bin, dann möchte ich einen Grabstein mit dem Club-Logo haben”, sagte er seiner Mutter Nicole Schmidt (35), die in BILD der FRAU vom letzten Wunsch ihres Sohnes erzählte. Gemeinsam mit Vater Andreas Flamme (44) gab sie daher nach Jens Pascals Tod einen 1500 Euro teuren schwarzen Granitsockel in Auftrag, auf dessen Spitze ein schwarz-weißer Fußball mit 22 Zentimetern Durchmesser thront. Neben dem Namen und den Geburts- und Sterbedaten des Kindes sollte zudem das Logo von Borussia Dortmund und der Schriftzug „Echte Liebe“ eingraviert werden. Der Verein gab sein Einverständnis für den Entwurf – doch die Kirche stellte sich quer. Ein solcher Grabstein sei “dem Ort eines katholischen Friedhofs nicht angemessen”, teilte sie den geschockten Eltern schriftlich mit. Vater Andreas sagte verbittert in einem SAT.1-Interview: “Das ist wie ein Schlag in die Fresse.” Doch dann bekamen die Eltern Unterstützung auf Facebook! Eine Unterstützer-Gruppe hat inzwischen weit über Hunderttausend Mitglieder, jede Minute kommen Neue hinzu – und ihre Kommentare sind eindeutig: • “Ich bitte die Kirche darum, sich nicht von Vorschriften leiten zu lassen, zeigt uns euer Herz!” • “Ich finde es so unverschämt. Jeder Mensch hat einen letzten Wunsch & alle werden erfüllt. Nur der letzte Wunsch von Jens Pascal nicht.” • “Egal ob Bayern- , Gladbach- oder Wasauchimmer-Fan. In diesem Falle halten wir alle zusammen und werden erst aufhören wenn diesem Kind sein letzter Wunsch erfüllt wurde !!!!!!!” Der Protest hat gewirkt – Jens Pascal bekommt seinen Grabstein!
Kirche verbietet BVB Grab Stein
Eine schlichte Holztafel steht auf dem Grab von Jens Pascal Schmidt im Dortmunder Stadtteil Bodelschwingh. Es ist nur eine Notlösung – denn die katholische Kirche weigert sich, den letzten Wunsch des Neunjährigen zu erfüllen. Jens Pascals Eltern und weltweit über 100.000 andere Menschen sind entsetzt –und machen ihrer Wut bei Facebook Luft. Am 15. Mai 2012 erlag Jens Pascal seinem Gehirntumor – zehn Tage, nachdem sein Lieblingsverein Borussia Dortmund die deutsche Meisterschaft feierte. Für den todkranken Jungen war der BVB eine große Freude. „Mami, wenn ich gestorben bin, dann möchte ich einen Grabstein mit dem Club-Logo haben”, sagte er seiner Mutter Nicole Schmidt (35), die in BILD der FRAU vom letzten Wunsch ihres Sohnes erzählt. Gemeinsam mit Vater Andreas Flamme (44) gab sie daher nach Jens Pascals Tod einen 1500 Euro teuren schwarzen Granitsockel in Auftrag, auf dessen Spitze ein schwarz-weißer Fußball mit 22 Zentimetern Durchmesser thront. Neben dem Namen und den Geburts- und Sterbedaten des Kindes sollte zudem das Logo von Borussia Dortmund und der Schriftzug „Echte Liebe“ eingraviert werden. Der Verein gab sein Einverständnis für den Entwurf – doch die Kirche stellte sich quer. Ein solcher Grabstein sei “dem Ort eines katholischen Friedhofs nicht angemessen”, teilte sie den geschockten Eltern schriftlich mit. Vater Andreas sagte verbittert in einem SAT.1-Interview: “Das ist wie ein Schlag in die Fresse.” Doch jetzt bekommen die Eltern Unterstützung auf Facebook! Eine Unterstützer-Gruppe hat inzwischen weit über Hunderttausend Mitglieder, jede Minute kommen Neue hinzu – und ihre Kommentare sind eindeutig: • “Ich bitte die Kirche darum, sich nicht von Vorschriften leiten zu lassen, zeigt uns euer Herz!” • “Ich finde es so unverschämt. Jeder Mensch hat einen letzten Wunsch & alle werden erfüllt. Nur der letzte Wunsch von Jens Pascal nicht.” • “Egal ob Bayern- , Gladbach- oder Wasauchimmer-Fan. In diesem Falle halten wir alle zusammen und werden erst aufhören wenn diesem Kind sein letzter Wunsch erfüllt wurde !!!!!!!” Andere ziehen bereits Konsequenzen: • “Ich habe mich dazu entschlossen, aus diesen Grund aus der Kirche auszutreten, da es die Kirche noch nicht einmal in Betracht zieht, von Verstorbenen den letzten Willen zu dulden.” Angesichts der Protestwelle gibt sich die Kirche inzwischen kompromissbereit. Noch heute soll ein Gespräch mit den Eltern stattfinden, teilte die katholische Stadtkirche in Dortmund mit. Ein Fußball auf dem Grab wäre in Ordnung, sagte Pressesprecher Michael Bodin dem Dortmunder Radiosender 91,2 – nur das Motto “Echte Liebe” dürfe sich nicht ausschließlich auf den Fußball beziehen. Möglicher Ausweg: Auf den Grabstein wird auch ein christliches Symbol eingraviert. Doch das wollen die Eltern von Jens Pascal bisher nicht. Nicole und Andreas sind nicht in der Kirche, ihr Sohn war nicht getauft. Immerhin: Auf der schlichten Holztafel, die auf dem Grab des Kindes steht, ist mittlerweile das Logo von Borussia Dortmund zu sehen. Ein BVB-Aufkleber prangt neben seinem Namen – und mittlerweile pilgern Unterstützer zu seinem Grab und dekorieren es liebevoll mit Fan-Utensilien der Borussia.
Entwarnung nach Bombendrohung
Entwarnung nach Bombendrohung
Essen – Nach einer Bombendrohung ist eine Essener Gesamtschule am Morgen evakuiert worden. Die Polizei gab jedoch kurze Zeit später Entwarnung: Bei Durchsuchungen sei kein Sprengstoff gefunden worden, sagte ein Sprecher. Der Rektor der Schule hatte die Mitteilung mit der Bombendrohung um kurz vor acht Uhr erhalten. Darin sei von einer Detonation eine knappe halbe Stunde später die Rede gewesen, hieß es.
Raabs polit talk show
Mittags trällerte er noch zusammen mit der Kölner Kultband „Höhner“ Karnevals-Lieder. O-Ton: „Kölle am Rhing, ein Kölsch geht noch rin“ – LIVE übertragen vom WDR-Fernsehen… Abends wechselte Multi-Entertainer Stefan Raab (46) dann ins ernste Fach. Premiere seiner neuen Polit-Talk-Show „Absolute Mehrheit – Meinung muss sich wieder lohnen“. Sonntagabend, 22.45 Uhr: Günther Jauch war gerade fertig, da ging Raab mit einem neuen, umstrittenen Talk-Format in die Bütt. Clou der Sendung: Der Talkgast, der am Ende beim Zuschauer-Voting die absolute Mehrheit erringt, gewinnt 100 000 Euro. Sollte keiner der fünf Gäste 50 Prozent erreichen, lockt in der nächsten Show die doppelte Summe. Ein Rede-Wettstreit von Politikern um so viel Geld gab’s im deutschen TV noch nie! ZOFF VOR DER SENDUNG Deshalb wurde in der Politik im Vorfeld der Sendung heftig darüber gestritten, ob man in die Sendung gehen sollte. Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) hält das Konzept für „absoluten Unfug“. Noch schärfer attackierte FDP-General Patrick Döring den Super-Entertainer: „Ich finde das Konzept der Sendung skurril, auf eine politische Meinung ein Preisgeld statt Wählerzuspruch auszuloben. Wir Politiker sollten darauf achten, dass wir nicht wie Tanzbären durch die Zirkusmanege gezogen werden. Allerdings kann und muss jeder Politiker diese Grenze für sich persönlich selber ziehen.” Pikant, denn einer von Raabs Talkgästen ist ein Parteifreund von Döring: FDP-Dauer-Talker Wolfgang Kubicki. Seine Kontrahenten: Unionsfraktions-Vize Michael Fuchs, SPD-Fraktionsgeschäftsführer Thomas Oppermann, der stellvertretender Linken-Vorsitzenden Jan van Aken sowie die Unternehmerin Verena Delius. Unter der Woche hatte es heftiges Gerangel um die Gästeliste gegeben. Nachdem Grünen-Fraktionsgeschäftsführer Volker Beck von den Machern der Show wieder ausgeladen worden war, musste Raab auf einen weiteren Gast verzichten: Umweltminister Peter Altmaier (CDU) hatte seinen Auftritt kurzfristig abgesagt! So musste Raab am Ende ohne einen Top-Politiker aus der ersten Reihe auskommen. Rumpel-Start! Kurzer Blick zur Konkurrenz: Bei Jauch saßen am Sonntag Ursula von der Leyen und Oskar Lafontaine. DER TALK Die TV-Nation war gespannt – kann Raab im Fern-Duell mit Jauch punkten. Tischt er uns billigen Wok-WM-Klamauk auf oder wird es eine coole Politik-Show? So viel vorab: Eine Talk-Show-Revolution war es nicht! Drei Themen hatte sich Raabs Redaktion ausgesucht: Soziale Netzwerke, Steuergerechtigkeit und Energiewende. Das Studio: Die fünf Talkgäste sitzen vor der Skyline Kölns auf einer Talkcouch, über ihnen ein stilisierter Adler mit den Initialen AM für „Absolute Mehrheit”. Davor ein Riesen-Perser-Teppich. Die Deko wirkt etwas bieder. Zu Beginn ein Paar Gags wie weiland in der Harald Schmidt-Show. Raab (dunkelblauer Anzug): „Politik auf ProSieben ist so selten wie gute Unterhaltung in der ARD!” – die ersten Lacher im Studio. Tusch! Dann die Vorstellungsrunde: „Wir müssen erstmal locker reinkommen”, sagt Raab. Thomas Oppermann von der SPD macht den Anfang – sehr seriös. Der Mann könnte auch bei Jauch sitzen. Dann ist Wolfgang Kubicki dran: Raab nimmt ihn gleich volley, will wissen, ob er noch bedingungslos zu FDP-Chef Rösler steht. Aber Kubicki – sonst nicht auf den Mund gefallen – weicht aus. Dann muss der Moderator eben selbst die Abteilung Attacke übernehmen: “Wenn Rösler das beim Abendessen sieht, fallen ihm hoffentlich nicht die Stäbchen aus der Hand”, witzelt Raab. Der geschmacklose Gag verpufft. Unternehmerin Verena Delius kommt sehr sympathisch rüber, Unionsfraktions-Vize Michael Fuchs (Raab: „Fuchs, du hast die Gans gestohlen”) und der stellvertretender Linken-Vorsitzenden Jan van Aken bleiben zunächst blass. Schon jetzt können die Zuschauer abstimmen, wen sie am besten finden (anrufen, oder SMS schicken). DAS 1. THEMA – STEUERGERECHTIGKEIT Kurze Einspieler, ein bisschen schriller und plakativer als bei Plasberg oder Anne Will. Kubicki punktet: „Das schlimmste ist das man in Deutschland keinen Job kriegt” –lautes Gejohle im Publikum. Oppermann: „Unten wird zu wenig verdient – und oben wir zu wenig versteuert-” Szenen-Applaus. Linken-Mann von Aken und Unions-Mann Fuchs teilen kräftig aus, Verena Delius kommt kaum zu Wort. Genauso wie der Moderator. Dann das erste Zwischen-Fazit: Balken-Diagramme werden eingeblendet. Wer liegt vorn? Raabs „Assistent”, ProSieben-Sat1-Chefredakteur Peter Limbourg, verrät nur so viel: Jan van Aken liegt auf Platz 3 –der Rest wird nicht verraten. Warum? Das bleibt ein Raab-Rätsel… Die Diskussion geht weiter, der Moderator gibt Gas, redet oft dazwischen. Wilde Debatte! ABER: Politiker-Floskeln dominieren – wie man sie auch bei Jauch, Anne Will oder Plasberg hört. Ende der ersten Runde – JETZT wird abgerechnet. Das Ergebnis: Kubicki gewinnt, Platz 2 für van Aken vor Verena Delius. Vierter wird Oppermann. Letzter Michael Fuchs – und das bedeutet: Der einzige Mann mit Krawatte ist raus, darf zwar weiter mitreden – wir aber nicht mehr gevotet. Da waren es nur noch VIER. DAS 2. THEMA – ENERGIEWENDE Kubicki ledert wieder gleich los – gibt Kanzlerin Merkel und der Union die Schuld am energiepolitischen Murks. Oppermann stimmt zu – sozial-liberale Koalition im TV. Unions-Mann Fuchs versucht zu kontern, bleibt aber blass. Linken-Mann von Aken flucht über die hohen Strompreise, Frau Delius wettert gegen Stromverschwender. Zeit für einen Zwischenstand – wieder wird nur der 3. Platz verraten: Verena Delius – Raab: “Die geile 3″. Dann muss der Sender Geld verdienen -Werbung… Hoffentlich tut Raab & Co. die Pause gut -bislang gab’s kaum große Höhepunkte. Wieder muss Kubicki die müde Runde retten, er koffert gegen die großen Stromkonzerne. Das kommt an. Der Mann aus Schleswig-Holstein gewinnt auch Durchgang Nummer 2 –dahinter überraschend Linken-Vertreter van Aken und Thomas Oppermann. Die einzige Frau in der Runde ist RAUS! DAS 3. THEMA – DAS INTERNET Wieder ein comicartiger Einspieler – auf geht’s. Raab muss liefern – sonst wird’s nichts mit einer gelungenen Premiere. Es geht zunächst um Facebook-Partys. Oppermann: „Auf keine Fall verbieten!” Kubicki outet sich als Internet-Muffel: „Ich habe keine eigene Homepage”. Twittern will er auch nicht, zu gefährlich – meint er. Jan van Aken will gerade loslegen, als ihn Raab abwürgt. Werbung! Oh, weh… es riecht nach Flop… DAS ENDERGEBNIS Keine Überraschung Kubicki siegt, vor van Aken und Oppermann. ABER: Der FDP-Mann erreicht am Ende (es ist kurz vor halb eins!) nur rund 42 Prozent der Stimmen – und verfehlt damit die absolute Mehrheit. Das heißt: Außer Spesen nichts gewesen – die 100.000 Euro bleiben im Jackpot! FAZIT Raab als Politik-Talkmaster? Er fragt zwar aufgeregter, macht ein bisschen mehr Dampf als seine Kollegen von ARD und ZDF. ABER: Seine 70-Minuten-Runde bleibt trotzdem blass, die Politiker liefern die üblichen Floskeln ab. Alles schon irgendwo gesagt. Es gibt schon Jauch, Plasberg, Maischberger, Anne Will, Maybrit Illner, Beckmann – wozu braucht die Republik jetzt auch noch Raab? Die Antwort blieb der Entertainer der TV-Nation am Sonntagabend schuldig. “Absolute Mehrheit” ist absolut überflüssig!