Erfurt – Zärtlich küsst Benito B. (51) seine Frau Nicole H. (28) auf dem Standesamt in Kahla (Thüringen). Gerade haben sich die beiden das Jawort gegeben. 133 Tage nach der Hochzeit nimmt der Ehemann ein Küchenmesser und ersticht seine Frau! WENN AUS LIEBE HASS WIRD! Es ist der 5. Oktober, als Benito B. blutverschmiert auf die Straße vor seiner Erdgeschosswohnung in Erfurt läuft. Hier lebte das Paar seit der Hochzeit im Mai. Er ruft immer wieder: „Ich habe meine Alte gestochen.“ Nachbarn alarmieren die Polizei, die nimmt den Mann fest. Die Obduktion ergibt: Nicole H. wurde mit zwei Stichen ins Herz getötet. Warum tötete Benito B. die Frau, von der er sagte, sie sei seine große Liebe? Laut Nachbarn kam es in der Wohnung des Ehepaares oft zum Streit. Zuletzt mussten Polizisten und Sanitäter einen Tag vor der Bluttat anrücken. Eine Nachbarin erzählt BILD: „Benito glaubte seine Frau wolle ihn umbringen. Er schrie und tobte, als ihn die Sanitäter in den Krankenwagen brachten.“ Der arbeitslose Keramiker kommt zur Beobachtung ins Krankenhaus, wird aber schon am nächsten Morgen aus der Klinik entlassen – kurz darauf tötet er seine Frau Nicole H.. Haben Ärzte den Zustand des Killers unterschätzt? Kliniksprecherin Beatrix Salzgeber: „Wir können uns aus Gründen des Datenschutzes zu solchen Anfragen nicht äußern.“ Benito B. sitzt seit der Tat in U-Haft. Er schweigt.
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Klitschko schlug ihm 27 000 Kilo ins Gesicht
Auf der Pressekonferenz nach dem Kampf gegen Wladimir Klitschko (36) sah Mariusz Wach (32) nicht aus wie einer, der gerade 14 Elefanten ins Gesicht gedrückt bekommen hat. 11,77 Mio Fernseh-Zuschauer waren dabei, als Wladimir seine Schwergewichts-Titel (WBA, WBO, IBF und IBO) gegen den Polen einstimmig nach Punkten verteidigte. Klitschko prügelte, Klitschko traf. Aber Wach fiel nicht. Wladimir: „Unfassbar, was der alles einstecken konnte.“ BILD hat nachgezählt: 425 Schläge landeten im Gesicht von Wach. 310 mit Klitschkos linker Faust, 115 mit rechts. Vorsichtig gerechnet hat jeder Schlag mit Links eine Wucht von 50 Kilo im Schnitt, einer mit Rechts ungefähr 100 Kilo. Macht insgesamt 27 000 Kilo, die Wach ins Gesicht donnerten. Das sind fast 14 Elefanten (wiegen mindestens zwei Tonnen). Oder zweieinhalb Linienbusse (zehn Tonnen). Aber warum fiel Wach nicht um? Weil Klitschko nicht die richtigen Stellen traf. Am Kinnwinkel laufen viele Nerven entlang. Trifft ein Boxer dort, ist für seinen Gegner Feierabend. Obwohl „Kinn Kong“ Wach ein sehr markantes Kinn hat, erwischte ihn Klitschko dort nicht. Hätte der Kampf abgebrochen werden müssen? Wach sagt: „Ich hatte Angst, dass mich mein Trainer rausnimmt.“ Der Ringrichter fragte nach der 8. Runde in Wachs Ecke nach, entschied sich aber gegen einen Abbruch. Thomas Pütz, Präsident des Bundes Deutscher Berufsboxer (BDB) sorgt sich um Wachs Gesundheit: „Ich empfehle eine dreimonatige Schutzsperre und eine Untersuchung im MRT.“ Mit einer Kernspin-Tomographie soll untersucht werden, ob Wach Hirnblutungen davongetragen hat. 27 000 Kilo innerhalb von 36 Minuten – das hält nicht jeder Kopf aus…
Rainer schaller beim Klitschko Kampf
Der 24. Juli 2010 steckt vielen Menschen immer noch in den Köpfen. Bei der Loveparade in Duisburg kommt es zu einer Massenpanik. 21 junge Menschen kommen ums Leben, 541 weitere werden verletzt. Hamburg – Knapp zweieinhalb Jahre nach der Tragödie hat Loveparade-Veranstalter Rainer Schaller (43) sein Lachen wiedergefunden. Beim Klitschko-Boxkampf am Samstagabend zeigte er sich nach langer Zeit mal wieder bei einer öffentlichen Veranstaltung. Der Unternehmer posiert mit Schauspieler Ralf Möller (53), lächelt in die Kameras. Rainer Schaller, wie wir ihn lange nicht gesehen haben! Die Zeit nach der Loveparade-Tragödie hat Spuren hinterlassen – auch beim 43-Jährigen. Gegen den Geschäftsführer der Fitnesskette „McFit“ wird in der Schuldfrage zur Katastrophe zwar nicht ermittelt, Schuldgefühle plagen Schaller trotzdem immer wieder. „Ich sehe bei mir auf jeden Fall eine moralische Verantwortung. Die juristische Schuld müssen die Richter klären. Und sollte mich hier eine Schuld treffen, dann werde ich die Verantwortung übernehmen“, sagte er der BILD am Sonntag im Juli 2011. Im selben Interview gestand er: „Das Lachen fällt mir immer noch schwer. Man hat immer ein schlechtes Gewissen. Ich habe Monate gebraucht, um überhaupt in ein einigermaßen normales Leben zurückzukommen. Auch heute fällt es mir manchmal schwer, mich zu konzentrieren.“ Die Bilder vom Klitschko-Kampf zeigen: Das Lachen hat Rainer Schaller mittlerweile wiedergefunden! Gut geht es auch Schallers Marke „McFit“. Das Unternehmen steigerte seinen Umsatz im Jahr 2011 um ein Drittel auf insgesamt 200 Millionen Euro. Die Schuldfrage zur Tragödie in Duisburg ist nach wie vor nicht geklärt. Ermittelt wird gegen insgesamt 17 Beschuldigte: elf Mitarbeiter der Duisburger Stadtverwaltung, fünf Beschäftigte des Loveparade-Veranstalters „Lopavent“ und einen Polizisten.
Ooooh! Aaaah! Dieses Feuerwerk ist Rekord!
Bombastisch! Gigantisch! Spektakulär! Mit dem teuersten und größten Feuerwerk aller Zeiten hat Kuwait den 50. Jahrestag seiner Verfassung gefeiert. 77 282 Raketen und Feuerwerksartikel wurden verballert und erleuchteten mehr als eine Stunde den Himmel des Emirats am Persischen Golf. Die funkelnde Feuer-Show brach gleich vier Guiness-Rekorde: Anzahl Feuerwerkskörper, Anzahl Abschussplattformen auf dem Wasser, Anzahl Feuerwerkskörper zur gleichen Zeit im Himmel und die größte Feuerwerksfront über eine Fläche von 5000 Metern Rekordverdächtig sind auch die Kosten: Rund 12 Millionen Euro ließ sich Kuwait das Feuerwerksspektakel kosten. Die Feierlichkeiten fanden vor dem Hintergrund politischer Unruhen statt. In Kuwait gingen in den vergangenen Wochen unter dem Motto „Würde der Nation” Zehntausende auf die Straße, um gegen das neue Wahlgesetz zu protestieren.
Bußgeld steigt drastisch
Wird die Punkte-Reform für Verkehrssünder nun doch richtig teuer? Wie der Automobilclub von Deutschland (AvD) meldet, soll die Obergrenze für das einfache Bußgeld von 35 Euro auf 65 Euro erhöht werden. Die Liste der neuen Verwarngelder steht noch nicht fest, die Obergrenzen für einzelne Delikte werden laut AvD noch geprüft. Begründung laut AvD: Die letzte größere Erhöhung des „Verwarngeldniveaus“ liege 25 Jahre zurück. Das ist aber noch nicht alles. Für zahlreiche Verstöße von der Handy-Nutzung beim Autofahren bis zur Missachtung der Kindersicherungspflicht sollen bald 70 Euro fällig werden. Ab dieser Summe könnten Vergehen auch im Flensburger Verkehrsregister eingetragen werden. Die künftige Liste der Tatbestände, für die es Punkte gibt, umfasst laut AvD 26 Posten. Für 16 Fälle, in denen Fahrer künftig ohne Punkte davonkommen, soll das Bußgeld steigen – eine Einfahrt in die Umweltzone ohne gültige Plakette wäre dann punktefrei, aber mit 80 Euro Bußgeld doppelt so teuer wie bisher. Der AvD bezeichnet diese Pläne als reine „Abzocke“. Manche Regelungen sind eher kurios: